Tatort im Dezember 2026

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Dezember 2026
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Dezember – Das letzte Kapitel des Tatort-Jahres
Der Dezember ist der Monat der Stille, der Kerzen, der langen Abende. Und er ist der Monat, in dem der Tatort seine höchsten Quoten aller zwölf Monate einfährt. Am 9. Dezember 1973 sahen 73 Prozent aller eingeschalteten Fernseher „Frauenmord“ – der höchste Marktanteil, der je für eine Dezember-Folge gemessen wurde, und einer der höchsten Werte in der gesamten Geschichte der Reihe. Der Dezember ist kein ruhiger Monat für den Tatort. Er ist sein stärkster.

Geburtstage im Dezember
Eva Mattes, geboren am 14. Dezember, spielte Klara Blum am Bodensee – eine Kommissarin mit Tiefe, Wärme und einer Hartnäckigkeit, die sie über die Jahre zu einer der verlässlichsten Figuren der Reihe machte. Mattes brachte literarische Qualität in den Tatort: ihre Blum war nie simpel, nie vorhersehbar, immer einen Gedanken weiter als erwartet. Der Bodensee als Tatort-Kulisse verdankt ihr viel.

Karin Hanczewski, Jahrgang 1981, feiert am 22. Dezember Geburtstag. Als Karin Gorniak in Dresden ist sie Teil eines der ungewöhnlichsten Teams der Reihe – nüchtern, präzise, mit einem ostdeutschen Blick auf Verbrechen und Gesellschaft, der sich von anderen Standorten deutlich unterscheidet.

Dominic Raacke, geboren am 11. Dezember, spielte Till Ritter in Berlin – einen Kommissar der Neunziger und Nullerjahre, der die Hauptstadt in ihrer chaotischsten, lebendigsten Phase begleitete. Hans-Jochen Wagner, Jahrgang 1968, spielt Friedemann Berg in Freiburg – den nachdenklicheren Part eines Duos, das im Schwarzwald ermittelt und dabei nie die Bodenhaftung verliert.

Til Schweiger, geboren am 19. Dezember, polarisierte als Nikolas Tschiller in Hamburg wie kaum ein anderer Tatort-Darsteller in der Geschichte der Reihe. Die Folgen spalteten das Publikum, die Quoten waren hoch. Auch das ist Tatort: Er muss nicht jeden glücklich machen. Er muss in Erinnerung bleiben. Und Cornelia Gröschel, geboren am 1. Dezember, bringt als Leonie Winkler in Dresden eine jüngere, unverbrauchte Energie in einen Standort, der davon profitiert.

Folge des Monats: Frauenmord (1973)
Am 9. Dezember 1973 lief „Frauenmord“ – Regie: Fritz Eckhardt, derselbe Mann, der im Oktober 1974 „Mord im Ministerium“ inszenieren sollte. 73 Prozent Marktanteil: Das ist der höchste Wert, der je in einem Dezember gemessen wurde, und zugleich einer der Spitzenwerte der gesamten Reihengeschichte. Die Adventszeit, die langen Abende, die Wärme des Wohnzimmers – der Dezember 1973 zeigt, was passiert, wenn ein starkes Format auf den richtigen Moment trifft. Der Tatort hat diesen Moment immer wieder gesucht. Im Dezember findet er ihn besonders verlässlich.

Die Zahl des Monats: 73
73 Prozent Marktanteil – der Dezember-Rekord, der Jahres-Rekord, ein Wert aus einer anderen Fernsehwelt. Und doch: Der Tatort läuft noch immer. Die Zahlen sind kleiner geworden, die Konkurrenz größer, die Aufmerksamkeit zersplitterter. Aber der Sonntag gehört noch immer dem Tatort, im Dezember wie im Januar, am Bodensee wie in Dortmund, seit 1970 bis heute. Das ist keine Quote. Das ist eine Haltung.