Tatort im Februar 2026

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Februar – Wenn die Nächte noch lang sind
Der Februar ist der kürzeste Monat des Jahres – und trotzdem reicht er dem Tatort vollkommen. Über hundert Folgen wurden im Februar erstmals ausgestrahlt, und manche von ihnen gehören zu den meistgesehenen der gesamten Reihengeschichte. Als die Bundesrepublik noch jung war und der Sonntag wirklich ein Fernsehabend, holte der Tatort im Februar Marktanteile jenseits der 60 Prozent. Fast jeder zweite Bundesbürger saß damals vor dem Gerät. Diese Zeiten sind vorbei – die Treue des Publikums ist es nicht.

Geburtstage im Februar
Kein Monat im Jahr versammelt mehr Tatort-Legenden an einem einzigen Datum als der 8. Februar. Gleich drei Darsteller wurden an diesem Tag geboren, die die Reihe nachhaltig geprägt haben.

Manfred Krug, geboren 1937, spielte Paul Stoever – den Hamburger Ermittler mit dem breiten Grinsen und dem noch breiteren Herzen. Krug war kein Kommissar, der einen Verdächtigen einschüchterte. Er überredete ihn lieber beim Essen. An seiner Seite: Charles Brauer als Brocki, ein Duo, das die Achtziger definierte. Krug starb 2016, aber wer seine Folgen sieht, versteht sofort, warum er bis heute unvergessen ist.
Ebenfalls am 8. Februar geboren: Karl-Heinz von Hassel, der Edgar Brinkmann in Kiel spielte, und Martin Wuttke, der als Leipziger Kommissar Andreas Keppler zu den kantigen Charakteren der neueren Reihengeschichte zählt.

Dietmar Bär feiert am 5. Februar Geburtstag – als Freddy Schenk die eine Hälfte des legendären Kölner Duos, das er seit 1997 gemeinsam mit Klaus J. Behrendt als Max Ballauf bildet. Behrendt selbst folgt zwei Tage später, am 7. Februar. Zwei Partner, zwei Tage auseinander – der Zufall hat beim Tatort manchmal Humor.

Nicole Heesters, geboren am 14. Februar, spielte Marianne Buchmüller, eine der wenigen Kommissarinnen der frühen Jahrzehnte. Und Jasna Fritzi Bauer, Jahrgang 1989, bringt als Liv Moormann in Bremen eine ganz andere Energie in die Reihe: unberechenbar, elektrisierend, jung.

Folge des Monats: Zürcher Früchte (1978)
Am 12. Februar 1978 lief „Zürcher Früchte“ – und fast 25 Millionen Menschen schauten zu. 69 Prozent Marktanteil: das ist bis heute eine der höchsten je gemessenen Zahlen in der Geschichte der Reihe. Die Folge gehört zum Schweizer Tatort der frühen Jahre, einer Episode aus einer Zeit, als die Reihe noch experimentierfreudiger war und ein Sonntagabend im Fernsehen schlicht keine Konkurrenz hatte. Wer verstehen will, was der Tatort in seinen besten Jahren für dieses Land bedeutet hat, findet hier eine Antwort.

Die Zahl des Monats: 106
Über hundert Erstausstrahlungen im Februar – und das im kürzesten Monat des Jahres. Hochgerechnet auf die anderen Monate wäre das ein beeindruckender Wert. Aber der Tatort rechnet nicht. Er sendet einfach.