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Tatort am 21.02.2018


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Am 21. Februar 1962 hatte zwar keine Tatort-Folge ihre Premiere im deutschen Fernsehen, dafür aber die ebenfalls sehr erfolgreiche Hörspielserie „Meister Eder und sein Pumuckl“, in dessen Fernsehserienableger der spätere Tatort-Kommissar Gustl Bayrhammer in den 80er Jahren die Hauptrolle spielen sollte. Die erste Hörspielfolge am 21.02.62 hieß „Spuk in der Werkstatt“, wurde vom Bayerischen Rundfunk produziert und im Radio gesendet. Hans Clarin sprach damals den Pumuckl mit der markanten Stimme.

Nachdem am 21.2.62 die Radiopremiere erfolgreich gelaufen war, setzte man die Reihe fort; Ende 1973 erst wurde die von Millionen Kindern geliebte Hörspielreihe eingestellt. In den Jahren dazwischen hatte man auch Pumuckl-Bücher und –Schallplatten auf den Markt gebracht. 1982 entschloss sich der BR dann, die Serie für das Format Fernsehen aufzubereiten: ein Schauspieler musste her, der den gemütlichen Meister Eder spielte. Der Mann, der der (menschlichen) Hauptfigur seit 1971 seine Stimme für die Radiospiele geliehen hatte, übernahm kurzerhand auch die Schauspielrolle für die Fernsehserie:

Adolf Gustav Rupprecht Maximilian „Gustl“ Bayrhammer, wie der Münchner mit vollständigem Namen hieß, wurde 1922 als Sohn des Theater-Schauspielers Max Bayrhammer geboren. Seit seiner Jugend wollte auch Gustl den Schauspielberuf erlernen – sein Vater war allerdings dagegen. Während des Krieges war Gustl Bayrhammer Nachrichtenfunker, und den Großteil seines Lohnes investierte er in Schauspielunterricht am Berliner Schillertheater. Im Jahr 1945 war es dann soweit: der passionierte Darsteller stand zum ersten Mal vor Publikum auf einer Bühne. Zusammen mit seinem Kollegen Toni Berger spielte er im Hoftheater Sigmaringen.

Hier, in Sigmaringen, lernte Gustl Bayrhammer auch seine spätere Ehefrau Irmgard kennen. Der Erfolg war gut und es folgten Theaterengagements in München, Tübingen, Karlsruhe, Augsburg und Salzburg. 1966 folgte Bayrhammers Durchbruch als Hauptdarsteller in der Produktion „Bohrloch oder Bayern ist nicht Texas“, daraufhin kamen attraktive Angebote vom Münchner Volkstheater und von den Münchner Kammerspielen.

In der Rolle des Tatort-Kommissars Melchior Veigl aus München wurde der Schauspieler anschließend in der ganzen Republik bekannt. Den ur-bayerischen Ermittler verkörperte Gustl Bayrhammer von 1971 bis 1982. Sein erster Fall „Münchner Kindl“ feierte am 9. Januar 1972 seine Premiere im deutschen Fernsehen. Moralische Unterstützung bei der stellenweise schwierigen Ermittlungsarbeit gab Dackel Oswald. Die Fälle von Veigl erreichten stets beachtliche Einschaltquoten und Marktanteile von über 60 Prozent, auch wenn man dabei bedenken sollte, dass es in den späten 70er bzw. den frühen 80er Jahren längst noch nicht so viele Fernsehsender gab wie heute, demnach also auch keine alternativen Serien oder Filme geschaut werden konnten.

Im Alter von 71 Jahren starb der Darsteller am 24. April 1993 in Krailling im Landkreis München. Er erlitt während eines Mittagsschläfchens einen Herzinfarkt.


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