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Tatort am 25.10.2017


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An einem 25. Oktober gab es bisher nur zwei Tatort-Folgen, für die dieser Tag der Premierentag war. Bis zur ersten Ausstrahlung an diesem Datum musste aber einige Jahre gewartet werden, denn erst 1992 konnte eine Erstsendung gefeiert werden. Mit dem „Tod eines Wachmanns“ musste sich Kommissar Flemming, gespielt von Martin Lüttge, erstmals am 25.10.1992 auseinandersetzen. Damals wurde er zusammen mit seinem Team zu einem Überfall in das Bauamt von Düsseldorf gerufen, wo ein Wachmann zu Tode kam. Bei den Ermittlungen am 25. Oktober 1992 war auch Max Ballauf, gespielt von Klaus J. Behrendt, im Einsatz, der später als Kommissar in Köln zusammen mit Freddy Schenk, dargestellt von Dietmar Bär, tätig wurde. Für die Musik war Stefan Waggershausen zuständig. Das Drehbuch verfassten die beiden Autoren Axel Götz und Thomas Wesskamp, während Ilse Hoffmann die Regie führte.

Die Tatort-Fans mussten sich wieder gedulden, denn es dauerte 17 Jahre, bis es wieder eine Premiere an einem 25. Oktober gab. Im ihrem 16. Fall bekamen es die beliebten Münsteraner Ermittler Thiel und Boerne am 25.10.2009 mit einem „Tempelräuber“ zu tun. Der WDR produzierte diese insgesamt 745. Folge, die am 25. Oktober 2009 in Deutschland von insgesamt 9,88 Millionen Zuschauern gesehen wurde und damit einen Marktanteil von 26,5 Prozent erreichte. Gedreht wurde der Tatort unter der Regie von Matthias Tiefenbacher vor allem in Münster. Dort diente das Bankhaus Lampe an der Ecke Domplatz/Michaelisplatz als Kulisse für das Priesterseminar. Der Lambertikirchplatz an der Ecke zur Salzstraße wurde zum Tatort des Mordes. Der Tatort mit Axel Prahl und Jan Josef Liefers in den Rollen der Münsteraner Ermittler Thiel und Boerne wurde stark diskutiert, da hier viele brisante Themen angesprochen wurden. Unter anderem ging es um Priesterkinder sowie das Zölibat und die Scheinheiligkeit der katholischen Kirche. Auch die Verzweiflung der Betroffenen wurde thematisiert und machte die Handlung dieses Tatorts zu allem anderen als leicht verdaulich.

In den Kritiken wurde vor allem die schauspielerische Leistung der Hauptdarsteller gelobt, die dieses schwierige Thema dennoch unterhaltsam vermitteln konnten, ohne dabei die nötige Ernsthaftigkeit zu verlieren. Besonders der Schauspieler Ulrich Noethen wurde ebenfalls mehrfach positiv erwähnt, da er dazu beitrug, dass dieser Tatort sowohl spannend und amüsant sein konnte, aber dennoch mit diesem komplexen und sensiblen Thema feinfühlig genug umging. Vielfach geschätzt wurde auch die gelungene Inszenierung des Regisseurs und die Umsetzung, die von Andeutungen und leisen Sentiments geprägt war, was dieses religiöse Drama geschickt unterstrich. Für einige Zuschauer zählte diese Episode zu den bis dahin besten Folgen der Münsteraner Ermittler, denen viele dieses brisante Thema gar nicht zugetraut hatten.


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