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Tatort am 20.06.2018


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Leider gab es bisher keine Tatort-Premiere an einem 20. Juni. Dafür ist es jetzt Zeit, sich mit einem der vielen Rätsel rund um den Tatort zu beschäftigen:

Welchen Vornamen hat Kain?
Von 1992 bis 2007 ermittelten die MDR-Kommissare Bruno Ehrlicher und Kain in insgesamt 45 Fällen für den Tatort. Den Vornamen von Kommissar Kain haben die Zuschauer in dieser langen Zeit jedoch nie erfahren. Sicher ist nur, dass Hans-Werner Honert, der die ersten beiden Drehbücher für das Ermittler-Duo geschrieben hatte, auch die Namen gewählt hatte. Im vierten Fall der Kommissare, der den Titel „Bauernopfer“ trägt, wurde Kain öfters Franky oder Frankyboy genannt. Demnach könnte sein Vorname Frank lauten.

Der MDR erklärte 2001 allerdings, dass Kain gar keinen Vornamen hat und die Namenswahl als Gegensatz zu Ehrlicher gewählt wurde, um das Konfliktpotential dieser Figur zu unterstreichen. Diese Erklärung war auch auf der offiziellen Tatort-Webseite zu finden, was zeigt, wie oft danach gefragt wurde. Im Frühjahr 2005 wurde diese Aussage jedoch durch einen wichtigen Hinweis ergänzt, denn als Vorname wurde nun Klaus angegeben. Da diese Information die Diskussionen unter den Tatort-Fans nicht beruhigte, verschwand dieser Satz im Herbst 2006 plötzlich wieder von der offiziellen Tatort-Webseite.

Kurz danach im Dezember 2006 wurde das Ende dieses Ermittler-Teams beim Tatort bekannt gegeben und erneut kamen Spekulationen auf, ob in der letzten Folge das Geheimnis des Vornamens endlich gelüftet wird. Der MDR dementierte diese Vermutungen und blieb dabei, dass der Vorname nicht genannt werden wird. Allerdings gab es in der letzten Episode von Ehrlicher und Kain dann doch noch einen Hinweis, der allerdings alle bisherigen Interpretationen widerlegte. Denn als in der Folge „Die Falle“ Kommissar Ehrlicher das Türschild vom Büro montierte, ist die Aufschrift „M. Kain“ zu lesen. Wofür diese Abkürzung steht, bleibt jedoch weiterhin ein Geheimnis.
 
Beschäftigt man sich intensiver mit den Tatort-Charakteren, wird man feststellen, dass auch andere Ermittler keinen Vornamen hatten. Zu diesen Vornamenlosen zählt zum Beispiel der Zollfahnder Kressin. Kommissar Brinkmann aus Frankfurt hieß zwar mit Vornamen Edgar, aber zog es vor, aus seinem Vornamen eher ein Rätsel zu machen oder selbstironisch „Kommissar“ als Vornamen anzugeben. Oberinspektor Marek war beim Tatort auch nicht mit seinem Vornamen bekannt. Nur diejenigen, die Folgen mit Marek aus der Zeit vor dem Tatort kennen, konnten an seinem Türschild den Vornamen Viktor lesen. Die ersten Ermittler im Süddeutschen Rundfunk hatten während ihrer Tatort-Karriere auch keine Vornamen. Erst in der abschließenden Szene der letzten Episode erfuhren die Zuschauer, dass Kommissar Lutz mit Vornamen Eugen heißt und sein Assistent Wagner den Vornamen Richard trägt.


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