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Tatort am 16.04.2019


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Der 16. April ist ein Tag im Kalender, den sich die Schweizer Tatort-Fans im Jahr 1990 wohl besonders dick markiert hatten: am 16.04.1990 lief „Howalds Fall“ erstmals im deutschen Fernsehen, das war die erste Schweizer Produktion für die erfolgreiche Krimireihe aus Deutschland. Diese Tatort-Folge stellt die Nummer 229 in der Serie dar. Der ermittelnde Kommissar war Walter Howald, gespielt von Mathias Gändinger, der für die Kripo Bern arbeitete.

In „Howards Fall“ kam es zu einem Waffenhandel, den der Schweizer Fahnder stoppen musste – zu allem Überfluss gab es in seinem ersten Einsatz außerdem familiäre Probleme, die dem Berner Kriminalbeamten ordentlich auf den Magen schlugen. Wie sich seine private Situation und die Geschichte rund um die zerbrochene Ehe weiterentwickelten, das erfuhr weder das Schweizer, noch das deutsche Publikum jemals: der erste Fall war zugleich sein letzter. Das hing mit dem überraschenden Ende der Folge zusammen, das an dieser Stelle aber nicht verraten werden will. Damit gehörte Walter Howald jedenfalls zu den Tatort-„Eintagsfliegen“.

An Howalds Seite arbeitete übrigens Wachtmeister Reto Carlucci, dargestellt von Andrea Zogg, der im Jahr 1991 selbst in zwei Schweizer Tatorten die kriminalistischen Untersuchungen leiten durfte. Danach war die Arbeit allerdings auch für ihn getan.

Das Schweizer Fernsehen (SFDRS) hatte sich im Jahr 1989 dazu entschlossen, einen Beitrag zur deutschen Tatort-Serie in Auftrag zu geben. Der erste Anlauf mit „Howalds Fall“ kostete den SFDRS gleich 1,35 Millionen Mark und war damit der bis dato teuerste Film im Schweizer Fernsehen. Diese hohen Kosten kamen unter anderem dadurch zustande, dass der Krimi in zwei Sprachen produziert werden musste, denn das Schwyzerdütsch wurde nur von den wenigsten Deutschen verstanden. Um einen Erfolg der Episode auch in Deutschland und Österreich zu ermöglichen, musste der Film also auf Hochdeutsch synchronisiert werden. Da das Ende dieses Tatorts sehr untypisch ist, waren die Macher der Folge dennoch besorgt, dass die erste Schweizer Produktion ein Reinfall werden würde – das Gegenteil war der Fall:

Die Erstausstrahlung von „Howalds Fall“ lockte am 16.4.1990 allein in Westdeutschland 11 Millionen Menschen vor ihre Fernseher. Die Kritiken fielen überwiegend positiv aus, so lobten der ORF, der Tatort-„Vater“ Gunther Witte und die FAZ die Schweizer Produktion. Dem Schweizer Publikum hingegen gefiel der Krimi nicht so sehr, und auch die Frankfurter Rundschau ließ kein gutes Haar an dem Fall Howards. Das hing vermutlich mit dem ungewöhnlichen Ausgang der Tatort-Folge zusammen.
 
Eine weitere Tatort-Folge, die an einem 16. April erstmals im deutschen Fernsehen gezeigt wurde, war „Unschuldig“, ein Einsatz für den Frankfurter Ermittler Edgar Brinkmann. Brinkmann wurde von Karl-Heinz von Hassel verkörpert. „Unschuldig“ war Brinkmanns 27. und zugleich vorletzter Tatort-Fall, der gelöst werden wollte. Die Erstausstrahlung am 16.04.2001 erzielte eine Einschaltquote von 6,89 Millionen; mit 20 Prozent Marktanteil am Premierenabend war dies ein guter Erfolg für die ARD und den Produktionssender HR.


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