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Tatort am 13.06.2019


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Für die erste Premiere an einem 13. Juni müssen wir in der Geschichte des Tatorts weit zurückreisen. Am 13.06.1971 war erstmals die Folge mit dem Titel „Blechschaden“ zu sehen. Dies war erst der achte Tatort, der gesendet wurde, und der erste für Kommissar Finke, der noch in sechs weiteren Episoden zu sehen war. Von 1971 bis 1978 ermittelte Klaus Schwarzkopf in der Rolle des Kommissars Finke für den Tatort in Kiel. Sein Vorname bleibt jedoch bis zu seinem Ausscheiden aus der Krimiserie ein Geheimnis. Die Dreharbeiten zu dieser Folge fanden vor allem in der schleswig-holsteinischen Kleinstadt Barmstedt statt. Tatort-Fans werden den Darsteller von Joachim Seidel schnell erkannt haben, denn in dieser Folge hatte Götz George seinen ersten Auftritt in einem Tatort. Zehn Jahre später schrieb er mit seiner Rolle als Kommissar Horst Schimanski deutsche Fernsehgeschichte. Als Frau Breuke ist die bekannte Schauspielerin Ruth-Maria Kubitschek zu sehen.

1986 kam es zur nächsten Fernsehpremiere. Allerdings wurde der Tatort mit dem Titel „Die Spieler“ am 13. Juni 1986 nur in Österreich erstmals gesendet. Er zählt zu den insgesamt 13 Folgen, die vom ORF ohne die ARD produziert worden sind. Die deutsche TV-Premiere wurde am 27. Dezember 1986 vom Bayerischen Rundfunk ausgestrahlt. Bisher fand auch noch keine Wiederholung statt, da es wohl Schwierigkeiten mit den Senderechten zu geben scheint. Für einen Tatort war diese Folge mit einer Länge von nur 62:48 Minuten außerdem ungewöhnlich kurz. Anscheinend brauchte Oberinspektor Hirth in seinem siebten Tatort nicht länger, um den Fall aufzuklären.

Erst am 13.06.2011 kam es zur nächsten Premiere eines Tatorts im deutschen Fernsehen. Der MDR-Tatort „Nasse Sachen“ wurde allerdings nicht an einem Sonntagabend, sondern am Pfingstmontag gesendet. Für den Dresdner Drehbuchautor Andreas Kaup war diese Folge auch eine Premiere, denn zum ersten Mal hatte er für den Tatort ein Drehbuch verfasst. Produziert wurde diese Episode von Saxonia Media im Auftrag des MDR unter der Regie von Johannes Grieser. Die beiden Leipziger Ermittler Eva Saalfeld, dargestellt von Simone Thomalla, und Andreas Keppler, gespielt von Martin Wuttke, bekommen es diesmal mit sogenannten „nassen Sachen“ zu tun. Dabei handelt es sich um Geheimdienstjargon zur Bezeichnung von Gewaltmaßnahmen oder sogar von einem Auftragsmord. Damit wagt sich der Drehbuchautor Andreas Kaup in seinem Debüt mit diesem Tatort thematisch an ein sehr heißes Eisen und an ein dunkles Stück ostdeutscher Geschichte. Die Kritiker waren teilweise sehr gespalten. Manche lobten die Behandlung dieses schwierigen Themas im Rahmen einer Krimiserie, andere warfen dem Autor jedoch vor, zu sehr zu politisieren und seine Vergangenheit auf diese Weise zu bewältigen.


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