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Tatort am 02.08.2018


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Es scheint immer noch Urlaubszeit zu sein, denn bisher hat es kein Tatort an einem 2. August zu einer Erstausstrahlung geschafft. Aber mit dem Tatort kann man sich auch beschäftigen, wenn es am 02.08. keine Premiere gab, denn in der langen Geschichte dieser Serie, ist auch die Entwicklung der Ermittler ein interessantes Thema.

Wenn man sich die Anfangszeit betrachtet, dann zeichnete die damaligen Kommissare aus, dass sie Einzelkämpfer waren, die keine Unterstützung von regelmäßig auftretenden Kollegen brauchten. Das traf zum Beispiel auf Zollfahnder Kressin zu, der von Sieghardt Rupp dargestellt wurde. Bei Kommissar Finke, gespielt von Klaus Schwarzkopf, und Kommissar Trimmel, dargestellt von Walter Richter, gab es zwar Assistenten, die allerdings keine große Rolle spielten und den Kommissar allein im Mittelpunkt der Handlung stehen ließen.

Im Verlauf der Serie änderte sich die Rolle der Assistenten, die für die Handlung immer wichtiger wurden. Willi Kreutzer, gespielt von Willy Semmelrogge, war der erste Mitarbeiter, der zunehmend an Eigenständigkeit in der Serie gewann. Als sein Chef Kommissar Haferkamp, dargestellt von Hansjörg Felmy, in einer Folge im Urlaub war, löste Kreutzer sogar einen Fall alleine. Aber auch andere Mitarbeiter traten zunehmend vor die Kamera. Das traf auch auf die Assistenten von Kommissar Veigl und von Inspektor Marek zu. Nahezu gleichberechtigt waren dann die Kommissare Schimanski und Thanner, die zwar unterschiedlich agierten, aber gleichwertig gesehen wurden. Einen gleichberechtigten Partner bekam auch Kommissar Stoever, der anfangs noch sehr eigenständig handelte, aber nach einigen Folgen dann Brockmöller als Kollegen bekam, der schnell an Selbständigkeit gewann.

Ab den 1990er Jahren sind fast alle Ermittler-Teams gleichberechtigt. Eine Ausnahme ist noch die Einzelkämpferin Kommissarin Lindholm, dargestellt von Maria Furtwängler. Der österreichische Ermittler Oberstleutnant Eisner, gespielt von Harald Krassnitzer, hatte anfangs noch einen festen Stamm an Assistenten, dann wechselnde Mitarbeiter oder war sogar ganz ohne Unterstützung im Einsatz, bis er dann Fellner zugeteilt bekam.

Scheidet ein Ermittler oder ein Team aus, dann wird häufig komplett neu besetzt. Aber auch dabei gab es schon Ausnahmen, denn manchmal war dies die Gelegenheit, dass ein Mitarbeiter in die Rolle des Chefs nachrücken konnte. Das war zum Beispiel bei Kommissar Lenz der Fall, der Kommissar Veigl ersetzen durfte. Besonders die österreichischen Tatort-Folgen haben dieses Verfahren häufig genutzt. Dort ersetzte Assistent Wirz seinen Vorgesetzten Marek und wurde später von seinem Mitarbeiter Fichtl abgelöst. Eine interessante Karriere hatte auch Max Ballauf im Tatort, der anfangs Assistent von Kommissar Flemming in Düsseldorf war und den Dienstgrad Kriminalhauptmeister trug. Nach seinem Aufenthalt in den USA trat er als Kriminalhauptkommissar seinen Dienst in Köln an.

Ab und zu gab es auch Ermittler, die nur einen einzigen Fall zu lösen hatten. Das kam vor allem in den 1970er und bis Mitte der 1980er Jahre mal vor. Zu diesen „Eintagsfliegen“ gehörte auch zum Beispiel Kommissar Nagel, der von Diether Krebs 1979 in nur einer Folge gespielt wurde. Eine andere Ausnahme sind Ermittler, die keine Kriminalkommissare sind. Dazu zählen Zollfahnder Kressin, MAD-Oberstleutnant Delius und Streifenpolizist Rolfs. Aber auch Psychologin Jung und Rechtsmediziner Professor Boerne sind an Ermittlungen im Tatort beteiligt. Der Tatort steht also zunehmend auch anderen Berufsgruppen offen und zeigt, dass er sich trotz der Traditionen immer noch weiterentwickelt.


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