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Tatort am 24.08.2017


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Zu einem „Streifschuss“ kam es erstmals am 24. August 1980. Damals war es der erste Fall, den Kommissar Jochen Piper, den Bernd Seebacher spielte, für den Tatort zu lösen hatte. Thematisiert wurde in dieser Folge am 24.08.1980 die angeblich gute und feine Gesellschaft Bremens, hinter deren Kulissen es ganz anders zugeht, als man meinen sollte. In der Geschichte des Tatorts ist Kommissar Piper nur in zwei Fällen vertreten, die im Vergleich zu anderen Tatort-Folgen allerdings beide sehr ungewöhnlich inszeniert wurden. Obwohl es für den Tatort sonst unüblich ist, waren der Kommissar und auch die restliche Polizei in den Piper-Folgen eher Nebensache. Damit wurde mit einer wichtigen Regel des Tatorts gebrochen, denn der Zuschauer sieht die entscheidenden Szenen und den Großteil der Handlung mit anderen Figuren und ohne Beteiligung des Ermittlers. Es ist schon auffällig, dass diese beiden Episoden mit Piper diese grundsätzliche Regel des Tatort-Konzeptes nicht einhalten, was sonst über viele Jahrzehnte konsequent verfolgt worden ist. In dieser insgesamt 115. Folge wurde vor allem das Delikt der Erpressung thematisiert, in die die konservative Gesellschaft, aber auch die Politik verwickelt war. Der Zuschauer merkte schon bald, dass in der Nähe von viel Geld auch die Kriminalität nicht weit entfernt war. Für das Drehbuch war der erfahrene Autor Herbert Lichtenfeld verantwortlich, der mit diesem Tatort die Bremer Gesellschaft sehr kritisch hinterfragte. Man konnte die Intention dieses Tatorts durchaus auch als leichte Systemkritik verstehen.

Nur ein anderer Tatort hatte an einem 24. August noch seine TV-Premiere, allerdings fand diese Premiere nicht im deutschen Fernsehen statt. Die Folge mit dem Titel „Alleingang“ ist aus heutiger Sicht recht doppeldeutig zu verstehen, wenn man bedenkt, dass diese Episode zu den insgesamt 13 Folgen gehört, die der ORF außerhalb der offiziellen Tatort-Reihe sozusagen im Alleingang produziert hatte. Zur Zeit der Produktion und der Erstausstrahlung am 24. 08.1986 in Österreich war diese Anspielung jedoch selbstverständlich nicht beabsichtigt gewesen. Oberinspektor Hirth, gespielt von Kurt Jaggberg, löste in dieser Folge seinen insgesamt achten Fall und wurde dabei wieder von Inspektor Fichtl, dargestellt von Michael Janisch, unterstützt, der ihn später auch als Hauptermittler im Tatort abgelöst hat. Für das Drehbuch dieses ORF-Tatorts war der erfahrene Autor Ernst Hinterberger verantwortlich. Die Regie bei den Dreharbeiten führte Werner Woess. Bei diesem Tatort handelt es sich um eine Folge, die bisher noch nie in Deutschland ausgestrahlt wurde. Nach der Premiere im österreichischen Fernsehen am 24.8.1986 wurde sie nur noch einmal zehn Jahre später im ORF wiederholt. Die Gründe dafür sind nicht bekannt. Es wird vermutet, dass es mit den Senderechten zusammenhängt.


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