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Tatort am 24.05.2019


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Der 24. Mai war in der langen Geschichte des Tatorts bisher nur zweimal Premierentag für eine neue Folge. Erstaunlicherweise wurden diese beiden Erstausstrahlungen in zwei aufeinanderfolgenden Jahren gesendet. Die Episode mit dem Titel „Schiffe versenken“ war am 24.05.2009 erstmals im TV zu sehen und begleitete Hauptkommissarin Inga Lürsen, gespielt von Sabine Postel, bei ihrem 19. Fall für den Tatort mit dem Schiff auf hohe See. Unterstützt wurde sie von ihrem Kollegen Kommissar Nils Stedefreund, dargestellt von Oliver Mommsen. Der Tatort wurde von Radio Bremen produziert und Regie führte wieder einmal Florian Baxmeyer, der bereits die Folgen „Macht der Angst“ und „Häuserkampf“ betreut hatte. Die Dreharbeiten fanden in Bremerhaven und Hooksiel in der Zeit vom 16. September bis zum 16. Oktober 2008 statt. Allerdings war die Resonanz bei den Zuschauern sehr verschieden. Vor allem Ungereimtheiten bei den Szenen rund um das Schiff wurden häufig kritisiert.
 
Nur ein Jahr später feierte der Tatort mit dem Titel „Hitchcock und Frau Wernicke“ am 24.05.2010 seine TV-Premiere. Das schon bewährte Berliner Ermittler-Duo Till Ritter, gespielt von Dominic Raacke, und Felix Stark, dargestellt von Boris Aljinovic, bekommen es diesmal mit einem Fall zu tun, der sehr an Alfred Hitchcocks Thriller „Das Fenster zum Hof“ erinnert. Ähnlichkeiten sind durchaus beabsichtigt und werden auch thematisiert. Produziert wurde diese 764. Tatort-Episode von der Eikon Filmproduktion im Auftrag des Rundfunks Berlin-Brandenburg. Vor der Erstausstrahlung im Fernsehen am 24. Mai 2010 wurde diese Folge bereits im Kino Babylon in Berlin am 06.05.2010 uraufgeführt. Bei diesem Kino handelt es sich um eine bekannte Spielstätte in Berlin Mitte, die 1928/29 bereits als Stummfilmkino errichtet wurde und eine bewegte Geschichte aufzuweisen hat.

Wer war Frau Wernicke?
Der Name wurde nicht durch Zufall für die Rolle in diesem Tatort gewählt, denn er erinnert an eine andere fiktive Person gleichen Namens. Ursprünglich handelte es sich bei Frau Wernicke um eine Berliner Hausfrau, die während des Zweiten Weltkriegs in einer beliebten Sendung der deutschen BBC eine Rolle spielte. Damals personifizierte Frau Wernicke eine Berliner Kleinbürgerin, die für ihr einfaches Gemüt, ihren lockeren Tonfall sowie ihren gesunden Menschenverstand bekannt war. Im deutschen Rundfunkprogramm der BBC hielt Frau Wernicke seit dem Sommer 1940 regelmäßig vier- bis siebenminütige Monologe, in denen sie sich mit scharfer Zunge über die Nazis lustig machte. Gesprochen wurde Frau Wernicke von der bekannten Berliner Schauspielerin Annemarie Hase, die nach London emigriert war. Annemarie Hase war im Kabarett der 1920er Jahre so erfolgreich, dass sogar Autoren wie Erich Kästner und Kurt Tucholsky für sie Texte schrieben. Im Januar 1944 wurde die Radiosendung mit Frau Wernicke von der BBC eingestellt.


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