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Tatort am 13.07.2018


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Beide Premieren, die bisher an diesem Datum zu sehen waren, entführten die Zuschauer in die Welt des Films. Dass man dort auch vor einer Mordserie nicht sicher war, erfuhr das Publikum, das sich am 13. Juli 1986 die Folge mit dem Titel „Tödliche Blende“ anschaute. In seinem dritten Tatort musste sich Kriminalhauptkommissar Bülow mit einer Mordserie beschäftigen, in der Frauen in einem Filmteam zum Opfer wurden. Der Sender Freies Berlin produzierte diese Folge mit Heinz Drache in der Hauptrolle des Hans Georg Bülow. Unterstützt wurde er wieder von Jürgen Kluckert in der Rolle des Kriminalkommissars Matthias Leuschner. Die Dreharbeiten fanden vom 26. Februar bis zum 7. April in West-Berlin statt. Nicht nur die 15,41 Millionen Zuschauer, die die Erstausstrahlung sahen und einen Marktanteil von 42 Prozent erreichten, beurteilten diese Folge positiv, sondern auch die Kritiker.

Bei der nächsten Erstausstrahlung an diesem Datum handelt es sich um eine spezielle Ausgabe des Tatorts, die für viel negative Kritik gesorgt hat. Allerdings kann die Folge mit dem Titel „Ein Hauch von Hollywood“ auch als Satire auf das Genre des Krimis eingestuft werden. So sah es zumindest der Sender Freies Berlin, der diese Episode mit Pro Vobis produziert hatte. Nach Auseinandersetzungen mit der ARD kündigte der SFB diesen Tatort schließlich als „Experiment“ an. Die Folge wurde dann aus dem Hauptabendprogramm gestrichen und als Erstausstrahlung in der Montagnacht des 13. Juli 1998 um 23 Uhr gezeigt und nicht wie geplant am Sonntagabend zur gewohnten Sendezeit. Dementsprechend war die Einschaltquote deutlich geringer. Nur 1,11 Millionen Zuschauer verfolgten diese Premiere, was einem Marktanteil von 15,08 Prozent entsprach. Damit erreichte dieser Tatort die bisher geringste Zuschauerzahl aller Tatort-Folgen bei der Erstsendung. Angeblich soll diese Folge auch von der ARD-Programmkommission als nicht geeignet für die Hauptsendezeit befunden worden sein, was den Tatort auf den Wiederholungsplatz am späten Montagabend verbannte.

Bei dieser Episode handelte es sich um den insgesamt 390. Tatort und um den zehnten Fall der Berliner Ermittler Ernst Roiter, gespielt von Winfried Glatzeder, und Michail „Zorro“ Zorowski, dargestellt von Robinson Reichel. Wie auch die anderen Tatort-Folgen mit Winfried Glatzeder wurde diese Episode ebenfalls nicht auf herkömmlichem Filmmaterial mit 16-mm Filmkameras aufgezeichnet. Stattdessen wurden Betacam-Videokameras eingesetzt. Dies erzeugte die Ästhetik eines Videoclips, was jedoch bei den Zuschauern und Kritikern nicht gut ankam. Der Grund für diese Technik, die leider nur eine sehr schlechte Bildqualität lieferte, sollen Probleme mit dem zur Verfügung stehenden Budget gewesen sein. Um Produktionskosten zu sparen, wurden daher diese Video-Kameras und entsprechendes Filmmaterial eingesetzt, mit dem die zuständigen Kameraleute keine Erfahrung hatten.


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