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Tatort am 07.06.2019


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Bereits im Jahr 1976 gab es an diesem Datum die erste Ausstrahlung einer neuen Folge des Tatorts. „Fortuna III“ war am Pfingstmontag, den 7. Juni 1976 zum ersten Mal im deutschen Fernsehen zu sehen. Zuschauer und Kritiker waren gleichermaßen begeistert und sehen diese Folge als einen der besten Krimis mit Kommissar Haferkamp, der von Hansjörg Felmy gespielt wurde. Wolfgang Mühlbauer schrieb das Drehbuch für diesen 64. Tatort, der unter der Regie von Wolfgang Becker umgesetzt wurde. In seinem achten Fall beschäftigte sich Kommissar Haferkamp mit dem Mord an einem Mädchen. Eine besondere Rolle spielte bei diesem Verbrechen der zwölfjährige Paul, der Zeuge wurde. Die Dreharbeiten fanden unter anderem auf einem Fußballplatz in Katernberg statt. Als fiktive Vereinskneipe Lindenbruch diente das dortige Vereinsheim und bei dem Zechengelände handelt es sich um das der Zeche Pörtingsiepen, die 1973 stillgelegt wurde.

Danach gab es allerdings lange keine TV-Premiere mehr an einem 7. Juni. Erst am 07.06.2009 konnten die Tatort-Fans wieder eine Tatort-Erstausstrahlung an diesem Datum feiern. Der 736. Tatort trägt den Titel „Im Sog des Bösen“ und ist der 16. Fall der Ermittlerin Klara Blum, die von Eva Mattes gespielt wurde. Unterstützt wird sie auch diesmal von ihrem Kollegen Kai Perlmann, dargestellt von Sebastian Bezzel, der in seinem zwölften Fall allerdings schon bald zum Hauptverdächtigen wird. Die Dreharbeiten fanden bereits im Frühjahr 2008 sowohl in Konstanz als auch in Baden-Baden statt. Damals trug diese Folge noch den Arbeitstitel „Ganz unter uns“. Mit 9,02 Millionen Zuschauern erreichte dieser Tatort bei seiner Premiere am 7. Juni 2009 einen beachtlichen Marktanteil von 27,30 Prozent.

Die meisten Kritiken zu dieser Folge waren jedoch eher durchwachsen oder sogar negativ. Stern.de bezeichnete die Rolle der Kommissarin Blum sogar als „Gouvernante und kleinkarierte Korinthenkackerin, die ein Hohelied auf Unvoreingenommenheit anstimmt, das trotz der spannenden Handlung einen ziemlich schalen Nachgeschmack hinterlässt.“ Andere Kritiker sehen die Folge als „weitgehend spannungslos“ und empfinden die Darsteller als „seltsam leblos“ und wenig glaubwürdig in der Rolle, die sie spielen. Vor allem das Finale und die diffuse Überführung des Täters werden häufig kritisiert und lassen nur eine durchschnittliche Beurteilung dieses Tatorts zu, dem es vor allem an Tiefgang zu mangeln schien. Viele Kritiker sahen den Grund des schlechten Abschneidens beim Drehbuch von Susanne Schneider, die allerdings schon vorher zwei Tatort-Folgen für die Kommissare Blum und Perlmann geschrieben hatte und daher schon Erfahrung mit diesen Ermittlern sammeln konnte. Für die Realisation wurde der schon routinierte und im Tatort erfahrene Regisseur Didi Danquart eingesetzt, der bei den Dreharbeiten zu dieser Episode Regie führte.


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