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Tatort am 07.05.2018


  • Tatort - Wegwerfmädchen

    Tatort - Wegwerfmädchen

    Mo 07.05.2018 um 22:15 RBB
    Lindholm | Tatort Hannover | 2012
    Kommissarin Lindholms 20. Fall „Wegwerfmädchen“ schöpft aus den Vollen: der Tatort handelt von Zwangsprostitution, Menschenverachtung und Korruption.


An einem 7. Mai gab es bisher nur zwei Folgen vom Tatort, die an diesem Datum Premiere im Fernsehen feierten. Eine Folge hatte den Titel „Bienzle und der Mord im Park“. Dieser Tatort wurde bereits 1993 vom Süddeutschen Rundfunk produziert, aber erst am 07.05.1995 als Erstausstrahlung gesendet. Damit lag ungewöhnlich viel Zeit zwischen den Dreharbeiten und der erstmaligen Ausstrahlung dieses Tatorts. Kritiker dieser Folge bemängelten dies, da diesem Tatort dadurch die Aktualität und der Bezug zur Zeit fehlen würde. In dieser 309. Folge des Tatorts begibt sich Kommissar Ernst Bienzle in seinem vierten Fall in die Szene der Stuttgarter Obdachlosen. Es wird kein leichter Fall werden, denn in einem Stuttgarter Park kommt es zu einer Mordserie unter den Obdachlosen und sogar ein Polizist gerät dabei in Verdacht, der Täter zu sein. Die Vorlage für diesen Tatort ist der Roman von Felix Huby „Gute Nacht, Bienzle“, der 1992 erschienen ist. 2008 wurde er unter dem Titel „Bienzle und der Tote im Park“ im Fischer-Verlag neu aufgelegt.

Der zweite Tatort, der ebenfalls an einem 7. Mai erstmals ausgestrahlt wurde, trägt den Titel „Außer Gefecht”. Am 07.05.2006 hatte dieser Tatort seine Erstsendung im Fernsehen und auch die Art, wie dieser Tatort erzählt wurde, war in dieser Krimiserie eine Premiere. Die Handlung und die Umsetzung dieser Folge wurden sowohl von den Zuschauern als auch von den Kritikern sehr positiv gesehen. Der Kommissar Franz Leitmayr, der von Udo Wachtveitl dargestellt wurde, gerät in höchste Lebensgefahr, da ein mehrfacher Mörder ihn in seine Gewalt bringen kann und ihm eine tödliche Spritze gibt, die ihn nur noch eine Stunde lang leben lässt. Die Zeit läuft, in der es seinen Kollegen Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Carlo Menzinger (Michael Fitz) gelingen muss, ihn zu retten.

Besonders ist bei diesem spannenden Tatort, dass er fast in Echtzeit abläuft. Damit ist er der erste Tatort, der dies erfüllt. Die Rettungsaktion der Kollegen wird zeitlich fast exakt wiedergegeben und nimmt daher nahezu 60 Minuten der gesamten Länge der Folge in Anspruch. Das Drehbuch wurde von Christian Jeltsch geschrieben und von Friedemann Fromm in der Regie umgesetzt. Für den Regisseur war es mit diesem Tatort aber auch wichtig, auf die bestehenden Missstände, den Personalmangel und die strapaziösen Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte hinzuweisen. Denn der Mörder in dieser Folge hat als ehemaliger Krankenpfleger mehrere alte Menschen absichtlich getötet. Dieses brisante Thema und die gelungene Umsetzung der Handlung in Echtzeit hat die Kritiker von diesem Tatort deutlich überzeugt. Friedemann Fromm erhielt daher auch für seine Leistung den Bayerischen Fernsehpreis 2007 in der Kategorie Regie. Außerdem wurde diese Tatort-Folge mit einer Nominierung für den Adolf-Grimme-Preis 2007 geehrt.


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