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Tatort am 03.04.2019


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Wir schreiben den 3. April. Eine Menge Tatorte feierten an diesem Kalendertag bereits ihre Fernseherstausstrahlung, die erste Premiere fiel sogar auf den 03.04. des Jahres 1972 – also auf einen Termin, als der Tatort noch in den „Kinderschuhen“ steckte. Die Folge „Kennwort Fähre“ war erst Tatort Nummer 17 und handelte vom plötzlichen Verschwinden einer Passagierin, die nachts von St. Gallen nach Friedrichshafen übersetzen wollte. Kommissar Lutz aus Stuttgart wurde gerufen und bald war klar: die Frau war über die Reling der Fähre in die todbringende, eiskalte See gestürzt. Ihre Leiche konnte jedoch nicht gefunden werden, das Wasser hatte sie förmlich verschluckt. War es tatsächlich ein tragischer Unfall? Oder handelte es sich um Mord? Sie dürfen raten …

Werner Schumacher stellte auch dieses Mal wieder Hauptkommissar Eugen Lutz dar, einen etwas mürrischen, schlecht gelaunten Zeitgenossen. Von 1971 bis 1986 löste er für die Tatort-Reihe 16 Fälle, „Kennwort Fähre“ war sein zweiter Einsatz. Er pendelte in den Episoden durch ganz Deutschland, war mal in Hamburg aktiv, dann in der Eifel und in Frankfurt. Auch Karlsruhe, Ulm, Heidelberg und Heilbronn gehörten zu seinen Einsatzgebieten. Wie ein „Wanderpokal“ wurde der humorlose Ermittler herumgereicht, wohl auch, da er menschlich schwierig war und mit seinen Vorgesetzten oft aneckte. Beim Publikum kam der Schauspieler Schumacher bzw. die Rolle, die er verkörperte, hingegen sehr gut an – Kommissar Lutz hat seinerzeit viele Fans! Mit 64 Prozent Marktanteil bei seiner TV-Premiere am 3.4.1972 war auch dieser Lutz-Tatort erfolgreich.

Ein weiterer Tatort, der an einem 3.4. seine Premiere im Ersten feierte, war „Der Frauenflüsterer“, ein WDR-Beitrag mit dem beliebten Münsteraner Ermittlerteam Thiel und Boerne. Kommissar Frank Thiel, gespielt von Axel Prahl, und Prof. Dr. Karl-Friedrich Boerne, perfekt gemimt von Jan Josef Liefers, mussten in ihrem siebten Fall den Tod eines Reitlehrers aufklären – der Tote wies Würgemahle am Hals auf. Damit deuteten die Indizien auf Mord. Die Erstausstrahlung des Münster-Tatorts am 03.04.2005 sahen sich 8,45 Millionen ARD-Zuschauer an.

Des Weiteren wurde der Tatort-Krimi „Edel sei der Mensch und gesund“ am 03.04.2011 erstmals dem Krimi-Publikum gezeigt. Der Berliner Tatort mit dem umständlichen Titel war der 30. Fall für Ritter und Stark und deren Darsteller Dominic Raacke und Boris Aljinovic. Die verantwortliche Drehbuchautorin Dinah Marte Golch war zu diesem Zeitpunkt bereits für ihre Arbeit an dem Tatort „Nie wieder frei sein“ im Jahr 2010 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet worden. Am Premierenabend des 3. Aprils 2011 sahen 9,51 Millionen Menschen die RBB-Produktion „Edel sei der Mensch und gesund“. Eine klasse Quote!


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