Tatort im Sender MDR

Ein StĂĽck Heimat im Sonntagskrimi

Wenn der „Tatort“ über den Bildschirm flimmert, ist es mehr als nur ein Krimi. Es ist ein gesamtdeutsches Ritual, ein Moment, in dem die Nation gemeinsam rätselt. Und für uns hier in der Mitte Deutschlands ist es oft ein Stück Heimat. Der Mitteldeutsche Rundfunk, der für seine drei Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sendet , trägt diese Region seit über drei Jahrzehnten in die Wohnzimmer – mit Geschichten, die nah dran sind an den Menschen und ihren Lebensrealitäten.

Von Dresden bis Weimar: Die Vielfalt der Ermittler

Die Geschichte des MDR-Tatorts ist geprägt von starken Charakteren und besonderen Schauplätzen. Mit Peter Sodann und Bernd Michael Lade als Ehrlicher und Kain begann 1992 die Ära des ersten ostdeutschen Ermittlerteams – zunächst in Dresden, später in Leipzig . Sie prägten über 45 Fälle die Reihe und bewiesen, dass sächsischer Grant und feinsinnige Ermittlungsarbeit hervorragend zusammengehen.

Nach ihrem Abschied ĂĽbernahmen Simone Thomalla und Martin Wuttke als Saalfeld und Keppler in Leipzig, ein Team mit einer besonderen Vorgeschichte, das neue Akzente setzte . Der MDR bewies dabei stets ein GespĂĽr fĂĽr die kulturelle Vielfalt seines Sendegebiets. Mit Nora Tschirner und Christian Ulmen als Lessing und Dorn schuf er einen eigenwilligen, literarisch angehauchten Tatort in Weimar, der ThĂĽringen mit einem Augenzwinkern zwischen Klassik und Moderne zeigte . Und in Erfurt ermittelten mit Funck, Schaffert und Grewel sogar einmal die jĂĽngsten Kommissare der gesamten Reihe .

Dieser Facettenreichtum macht die Stärke der Reihe aus. Ob im hektischen Großstadtmilieu, in der beschaulichen Kleinstadt oder in der tiefsten Provinz – die MDR-Produktionen erzählen immer auch vom Leben in den neuen Bundesländern, von Brüchen, Aufbrüchen und der ganz eigenen Mentalität, die diese Region so besonders macht.

Tatort nach Sendeanstalt

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