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Tatort am 10.07.2017


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Ein düsteres Kapitel deutsch-deutscher Geschichte wurde im Tatort „Spuk aus der Eiszeit“ thematisiert. Am 10. Juli 1988 war die insgesamt 207. Folge, die vom NDR in Zusammenarbeit mit der Studio Hamburg Filmproduktion erstellt wurde, erstmals im deutschen Fernsehen zu sehen. Die beiden Kriminalhauptkommissare Paul Stoever, gespielt von Manfred Krug, und sein Kollege Peter Brockmöller, dargestellt von Charles Brauer, mussten sich diesmal mit einem dramatischen Fall auseinandersetzen, dessen Wurzeln noch in der DDR lagen.

Bei der Geschichte dieses Tatorts handelt es sich nicht um eine rein fiktive Handlung, was diese Folge noch interessanter und packender macht. Denn der Autor des Drehbuchs Erich Loest verarbeitete in dieser Episode ein Stück seiner eigenen Vergangenheit. Er selbst ist 1981 aus der DDR in die Bundesrepublik übergesiedelt und gab der Hauptperson des Fernsehfilms, Hartmut Menkhaus, einen Teil seiner eigenen Identität. Erich Loest musste selber einige Jahre als politischer Gefangener im Zuchthaus Bautzen in Einzelhaft verbringen und ließ diese beklemmenden und traumatischen Erfahrungen in das Drehbuch mit einfließen. Bei der Besetzung der Rolle des Hartmut Menkhaus hatte Loest ein Mitspracherecht bekommen, um diese Hauptrolle nach seinen Vorstellungen optimal zu besetzen.

Einen Wettlauf gegen die Zeit hatten die beiden Kommissare Inga Lürsen, gespielt von Sabine Postel, und ihr Kollege Nils Stedefreund, dargestellt von Oliver Mommsen, in der Folge mit dem Titel „Todesengel“ zu meistern. Am 10. Juli 2005 war dieser Tatort erstmals zu sehen und begleitete die Ermittler bei der Suche nach einem Heckenschützen, der die Bremer Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzt hat. Der achte gemeinsame Fall der Kommissare aus Bremen entwickelt sich zu einer nervenaufreibenden Jagd nach einem Unbekannten, der scheinbar wahllos seine Opfer erschießt und das Ermittler-Team auf eine harte Probe stellt.

Auch dieser Tatort zeigte, dass die verwendeten Themen aktuell und zeitgemäß sind. In diesem Fall handelte es sich bei dem unbekannten Heckenschützen um einen Einzelgänger, der zunehmend in die soziale Isolation gekommen war und unter dem Einfluss von Computerspielen schließlich selber zum Serienmörder wurde. Die Diskussion über die Gefahren solcher Computerspiele, die Gewalt verharmlosen und die Menschen in Abhängigkeit und Isolation bringen, wurde durch diese Folge erneut wieder angestoßen.

Für Regie und Drehbuch war bei dieser Episode Thorsten Näter verantwortlich, der schon häufiger für den Tatort gearbeitet hatte. Dass er ein aktuelles Thema aufgegriffen hatte, zeigte auch die hohe Einschaltquote bei der Erstausstrahlung am 10.07.2005, die von 7,25 Millionen Menschen gesehen wurde, was einem Marktanteil von 24,3 Prozent entsprach. Die Dreharbeiten zu diesem spannenden Krimi fanden im November und Dezember 2004 in Bremen und der Umgebung statt.


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