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Tatort am 03.07.2017


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Die Sommerferien scheinen sich bemerkbar zu machen. Am 3. Juli gab es bisher noch keine Erstausstrahlung einer neuen Tatort-Folge. Das gibt uns wieder die Gelegenheit, sich mit einem interessanten Thema rund um diese beliebte Krimiserie zu beschäftigen. Der Tatort hat sich im Verlauf häufig geändert. Es kamen zum Beispiel auch immer wieder neue Kommissare, die durch ihren Stil den Tatort prägten. Eins ist allerdings fast unverändert geblieben, seit es den Tatort gibt: Der Vorspann.

Er dauert 32 Sekunden und selbst diejenigen, die keine Tatort-Fans sind, kennen ihn, den Tatort-Vorspann. Damit ist dieser kurze Film eine der langlebigsten Legenden im Fernsehen, denn er läuft in nahezu der gleichen Fassung wie am 29. November 1970, als der erste Tatort gesendet wurde. Entworfen wurde die Gestaltung des Tatort-Vorspanns in München. Dort war der Redakteur Peter Hoheisel für die Entwicklung zuständig und entschied sich für die Kombination aus graphischen Elementen und emotionalen Bildern, die durch Musik, Schnitt und Bildführung rasant unterstützt wird. Eine gewisse Ähnlichkeit zum Vorspann der Agentenfilme mit James Bond ist dabei sicherlich gewollt und mit Absicht eingebaut worden. Bis auf minimale Unterschiede läuft der Vorspann immer noch so wie am ersten Tag. Aufmerksame Zuschauer werden aber sicher festgestellt haben, dass es manchmal drei und manchmal fünf Ringe sind, die im Fadenkreuz zu sehen sind. Außerdem können die Farben wechseln, so dass der Vorspann mal mit einem roten und mal mit einem blauen Bild beginnt. Diese Unterschiede sind jedoch so minimal, dass sie meist nur den Tatort-Fans auffallen.

Der Schauspieler, der von Anfang an im Vorspann erscheint, heißt Horst Lettenmeyer. Er ist derjenige, dessen Augen, Beine und Hände zu sehen sind. Als damals die Aufnahmen gemacht wurde, konnte wohl keiner ahnen, wie lange sie im Fernsehen bleiben würden. Für Lettenmeyer war es damals ein kleiner Auftrag, für den er 400 DM bekam. Die Dreharbeiten dauerten einen Tag und bestanden aus einem halben Tag Standaufnahmen der Augen und der Hände sowie einem halben Tag Aufnahmen der Laufszenen auf dem Flughafen München Riem. Eine Klage auf Zahlung von Wiederholungshonoraren war vergeblich. Als Zugeständnis bekam Lettenmeyer eine kleine Rolle im Schimanski-Tatort „Der Pott“, in dem er einen Gewerkschaftsboss darstellte, der im Verlauf des Tatorts ermordet wird. Inzwischen ist Lettenmeyer schon lange nicht mehr als Schauspieler tätig, sondern betreibt ein Unternehmen, das Leuchtstoffröhren verkauft.

Neben der Optik ist es die Titelmusik, die dem Vorspann den hohen Wiedererkennungswert gibt. 1970 wurde die Melodie von Klaus Doldinger komponiert, der häufiger für die musikalische Untermalung der Tatort-Folgen zuständig war. In der ursprünglichen Fassung spielte Udo Lindenberg das Schlagzeug. Bis heute ist die Titelmusik nahezu identisch. Sie wurde nur 1979 und in 2004 leicht modifiziert.


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